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Verkehrsrecht

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Wurden Sie in einen Verkehrsunfall verwickelt?

Wir hoffen, dass es uns, für den Fall, dass Sie uns beauftragen, gemeinsam gelingt, Ihnen weiteren Ärger zu ersparen.

Ihre Ansprüche

Damit Sie wissen, inwieweit der Unfallgegner ersatzpflichtig ist, möchten wir Ihnen kurz mitteilen, welche Ansprüche Sie unter Umständen durchsetzen können:

  • Sachverständigenkosten (außer bei Bagatellschäden)
  • Reparaturkosten (lt. Gutachten bzw. Reparaturrechnung, brutto oder netto, je nach Rechtslage)
  • Wertminderung (verbleibende Wertminderung nach erfolgter sachkundiger Reparatur)
  • Nutzungsausfall (Nutzungswille und Nutzungsmöglichkeit müssen vorhanden sein)
  • Mietwagenkosten (angesichts neuer Rechtssprechung Rücksprache mit uns erforderlich)
  • Abschleppkosten
  • Aufwandsentschädigung (Pauschale für unfallbedingte Wege, Porti, Telefonate, etc., ca. 15,00 € bis 25,00 €)
  • Schmerzensgeld (je nach Schwere der Verletzungen und in Abhängigkeit von der Dauer einer Arbeitsunfähigkeit)
  • Attestkosten
  • Verdienstausfall (ist konkret nachzuweisen, Verlagerungen der Arbeitszeit und Freizeiteinengung führen nicht zum Verdienstausfall)
  • vermehrte Bedürfnisse (sofern Voraussetzungen vorliegen)
  • Haushaltsführungsschaden (sofern Voraussetzungen vorliegen)

Diese Aufzählung ist nicht abschließend. Der Geschädigte ist so zu stellen, als wäre das schädigende Ereignis nicht eingetreten. Entstandener Ärger bzw. Zeitaufwand zur Regelung bestimmter Angelegenheiten wird allerdings nicht beglichen.

Wir bitten Sie, uns bzw. den beauftragten Rechtsanwälten baldmöglichst alle Schadensbelege (Sachverständigengutachten, Rechnung des Sachverständigen, Reparaturrechnung, Reparaturdauerbescheinigung, Mietwagenrechnung etc.) im Original bzw. im Fall, dass Sie eine Abtretungserklärung unterzeichnet haben, in Kopie zu übersenden.

Die Anwaltskosten sind eine Schadensposition und werden von der gegnerischen Haftpflichtversicherung ebenfalls bezahlt und errechnen sich aus dem anerkannten Schadensersatzbetrag.

Unsere Strategie

Für den Fall der Beauftragung gehen wir wie folgt vor:

  • Wir wenden uns unverzüglich an die gegnerische Haftpflichtversicherung und senden Ihnen unsere Veranlassungen zur Kenntnisnahme. Die weitere Abwicklung des Schadensfalles erfolgt durch uns dann zügig und in der Regel ohne weitere Zwischenbescheide. Rückfragen an Sie bzw. Berichte über den Sachstand erfolgen nur bei gegebener Veranlassung.
  • Sofern wir Sie bitten, zu einem Schreiben der Gegenseite eine Stellungnahme abzugeben, ist es zweckmäßig, wenn sie ausgehend von der Schilderung der Gegenseite Ihre eigene Sachverhaltsschilderung schriftlich niederlegen und uns zuleiten bzw. einen Besprechungstermin mit uns vereinbaren.
  • Sollten wir zur Vorbereitung von Schriftsätzen Ihre Mitwirkung benötigen, werden wir Sie ausdrücklich bestellen.
  • Wir bitten Sie um Mitteilung, falls Sie oder ein anderer Fahrzeuginsasse beim Unfall verletzt wurden. Ferner wollen Sie bitte alle Belege über Ihnen eventuell sonst noch entstandene Sachschäden (z.B. Kleiderschäden, zerbrochene Gegenstände etc.) an uns senden.
  • Bitte beachten Sie gegenüber der gegnerischen Versicherung auch, dass diese Ihr Verfahrensgegner ist und jeder Vertreter des Gegners gegen Sie als Zeuge zur Verfügung stehen kann.
  • Führen Sie daher mit der gegnerischen Versicherung und deren Vertretern keine persönlichen Gespräche und verweisen Sie diese in allen Angelegenheiten an Ihre Anwälte.
  • Formulare der gegnerischen Versicherung bitten wir ausgefüllt an uns zwecks weiterer Veranlassung zu übersenden. Teilen Sie uns auch Ihre Bankverbindung mit, damit wir für Sie bestimmte Zahlungen zügig weiterleiten können.
  • Sollten Sie im Zusammenhang mit dem Verkehrsunfall mit einem Verwarnungsgeld oder Bußgeld oder mit einem Ermittlungsverfahren belastet werden, bitten wir um Information, um angemessen reagieren zu können. Verzichten Sie darauf, selbst Angaben ohne Rücksprache mit uns zu tätigen. Bitte beachten Sie, dass die Niederlegung (nicht erst der Empfang) bei Bußgeldverfahren eine Frist in Gang setzt, die unbedingt eingehalten werden muss, um die eigenen Rechte zu wahren.

Sollten Sie im Zusammenhang mit Ihrer Verkehrsangelegenheit noch weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Rechtsanwalt.

Dieser Beitrag wurde verfasst von Rechtsanwalt Dr. Matthias Pahn.
Berlin, Stand: Januar 2007

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